Alles ist gut!

Warum sag ich das und meine es auch noch so? Und zwar absolut! Früher hab ich immer gesagt „Alles wird gut“. Das ist absoluter Blödsinn. Richtig ist nämlich das alles gut ist und zwar genau in diesem Moment. Wenn ich so zurück denke an Situationen, Beziehungen, Menschen die ich kennen gelernt habe, Arbeitsplätze die ich hatte usw. Dinge die sich wie durch Zufall ergeben haben. Gelegenheiten die man spontan ergriffen hat weil es sich richtig angefühlt hat. Alles aber auch wirklich alles macht im Nachhinein Sinn und musste genau so sein. Ich habe Menschen kennen gelernt die mich weiter gebracht haben. Auch Menschen die mich an meine Grenzen gebracht haben. Egal was es war, es war gut so im Nachhinein. Wie ein Puzzle was sich langsam zusammenfügt. Ich habe aus allem gelernt und irgendwas mitnehmen können. Vieles hat mich auch einfach nur weitergebracht auf meinem Weg nach der Suche wer ich bin und was ich eigentlich machen möchte in meinem Leben. Manche Dinge habe ich auch erst Jahre danach verstanden und bin dann dankbar gewesen das ich diese Lektion verstanden habe für mich. Mittlerweile weiß ich das auch schon während ich durch eine blöde Phase oder Zeit durchgehe, aber dazu gleich mehr. Gerade in schwierigen Zeiten, ob es unglücklich verliebt sein ist, oder Geldmangel, Schwierigkeiten im Job. Alles bringt dich irgendwie weiter. Und eigentlich genau die eher schlechteren und ungemütlicheren Dinge bringen dich viel weiter als alles andere. Egal was es ist, wichtig ist nur das du daraus lernst. Das du über dich und deine Reaktion auf Dinge nachdenkst. Wenn ich das jetzt so runter schreibe fällt mir auf wie schwer das zu erklären ist was ich eigentlich damit sagen will.

Stellen wir uns mal vor wir müssen von A nach B kommen. Mann könnte auch sagen Start und Ziel. Was wir aber nicht wissen wie wir dahin kommen. Und viele kennen ihr B überhaupt nicht. Jetzt wo ich den Text runter schreibe ist mein A die Aussage „Alles wir gut“ und ich weiß auch was das B ist. Das ist nämlich die Aussage „Alles ist gut“. Was ich noch nicht weiß, während ich das gerade schreibe, ist wie ich dort hinkomme auf dem Papier. Das manche ihr B / ihr Ziel nicht kennen ist völlig in Ordnung und normal. Man darf es nur nicht aus den Augen lassen und sollte immer mal wieder schauen wo es denn ist. Jeder kennt das. Man steht im Nachhinein da und denkt sich „Na Gott sei dank ist das doch so gekommen und nicht wie ursprünglich gedacht. Vielleicht war man mal unsterblich verliebt in der Schule. 20 Jahre später trifft man die Person wieder und denkt sich. „Nee das war schon gut so das aus uns damals nix geworden ist.“ Vor 20 Jahren aber dachte man oh man das ist der Mann / die Frau des Lebens. Anders geht das garnicht. Im Nachhinein ist man froh das manche Dinge nicht so funktioniert haben wie man sie sich vielleicht gewünscht hat. Im Umkehrschluss bedeutet das ja nur das in dem Moment als es nicht funktioniert hat ja alles genau richtig war auch wenn man das in dem Moment nicht so sieht weil es sich Scheiße anfühlt und eben nicht so gut läuft denkt man. Aber es ist eben genau richtig am Ende.

Und das ist der Punkt. Es ist alles genau richtig wie es ist. Eine logische Schlussfolgerung.

Das Leben bringt dich eben manchmal an deine Grenzen damit du wie beim Topfschlagen zu dem „Wärmer, wärmer“ kommst und den Topf findest. Wenn ich jetzt gemütlich auf meiner Couch liege und alles nötige für einen gemütlichen Fernsehabend da habe dann bewege ich mich natürlich nicht. Macht ja auch keinen Sinn. Wenn ich aber bei -15 Grad draussen im Schlafanzug stehe dann werde ich schnell etwas ändern wollen weil ich an meine Grenzen stosse. Ich gehe also schleunigst ins Haus rein. Ich besorge mir was warmes zum anziehen oder probiere irgendwie anders diese Situation und diesen Zustand zu ändern. Manchmal müssen wir an unsere Grenzen kommen damit wir etwas ändern.

Man sollte also den Glauben nicht verlieren das alles gerade in Ordnung ist wie es ist, auch wenn man es jetzt gerade vielleicht noch nicht versteht. Das geht natürlich nur wenn man wirklich über Situationen und Beziehungen und eben über Dinge auch nachdenkt, sich reflektiert und daraus lernt und für sich was mitnimmt.  Sonst kommt man ja in 20 Jahren garnicht zu dem Schluss das es besser war nicht diesen Mann abzubekommen. Wenn man immer alles nur Scheiße findet, Dinge und Gegebenheiten und somit sich selbst nie hinterfragt und versucht zu verstehen dann wird immer alles so bleiben wie es eben ist. Wie in dem Beispiel gerade wäre das so als würde ich bei -15 Grad einfach weiter draussen stehen bleiben aber schimpfen das es so kalt ist. Dabei steht, im besten Fall, 3 m vor mir die Haustür zu dem warmen kuscheligen Haus offen. Ich müsste aber über meine Situation nachdenken und mich entscheiden das ich das so nicht möchte und eine Lösung anstreben. Mein Rat an euch. Genießt das Leben mehr. Es ist gut so wie es ist. Setzt euch mit schwierigen Situation auseinander und rennt nicht davor weg oder verharrt darin. Es bringt euch immer weiter wenn ihr euch damit beschäftigt. Immer! In diesem Sinne ich muss es einfach noch mal Schreiben. Alles ist gut!

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