Schalte deinen Autopiloten aus

Aufstehen, frühstücken, arbeiten, einkaufen, kochen, essen, TV gucken, schlafen und dann alles wieder von vorne. Und das Wochen, oder sogar Monate lang. 

So oder so ähnlich spielen sich viele Leben ab. Und das Tag für Tag. Woche um Woche und Monat um Monat. Meist bis der lang ersehnte Sommerurlaub näher rückt. Dann genießt du 2 Wochen Pause vom Alltag und kaum hast du 3 Mal geblinzelt geht es auch schon wieder zurück in den Wochenrhythmus der Mo-Fr stattfindet. So gehen Jahre ins Land und rauschen an dir vorbei. Wenn es dir auch so geht, fragst du dich vielleicht auch manchmal, wofür das alles? Welche Bedeutung hat mein Leben? Hat es eine? Soll es das gewesen sein? 

Allein das du dir Frage stellst ist ja ein Zeichen, dafür das da mehr sein muss. Dein Unterbewusstsein flüstert dir zu. Nein. Das ist es noch nicht gewesen. Und wenn du darüber nicht hinauskommst dann macht das erst mal nichts. Nicht jeder von uns hat sofort eine Eingebung und weiß was er machen möchte um glücklich und vor allem zufrieden zu sein. Du weißt aber da wartet noch mehr auf dich. Aber erstmal ist es eben so wie es ist und du lebst ja trotzdem weiter auch wenn du jetzt in der Sekunde noch nicht weißt welches Talent du hast und wie du es mit der Welt teilen kannst. Stress dich deswegen nicht. Wichtig ist nur das du während du es rausfindest, nicht dein Leben an dir vorbei ziehen lässt weil du auf Autopilot geschaltet hast. 

Wie funktioniert der Autopilot? Ganz einfach. Unser Autopilot geht in dem Moment an wenn ihr das was ihr tut immer tut. Also eine Gewohnheit.  Das vereinfacht es dem Gehirn. Es muss nicht dauernd auf Hochtouren laufen wenn es manche Aufgaben an den Autopiloten delegiert. Wenn ihr, das Autofahren in der Fahrschule lernt is das super anstrengend und ihr müsst genau aufpassen was ihr macht. Gas geben, Gefühl für das Bremsen bekommen usw. Jetzt denkt ihr darüber nicht mehr nach. Es wurde delegiert an den Autopiloten. Das Fahren wird automatisch von euch ausgeführt. Das muss auch so sein. Wir bestehen aus 2% Gehirnmasse. Wenn ihr etwas neues, wie z.B. Autofahren lernt, dann läuft das Gehirn auf Volllast. Sobald es automatisch ausgeführt wird, wandert es als Aufgabe zum Autopiloten. Der verbraucht nur 20 anstatt 100% Energie für die Aufgabe. Dadurch delegiert das Gehirn alles was automatisch ablaufen kann an den Autopiloten. Alles was nicht näher betrachtet werden muss. Also keine Gefahr darstellt oder aber auch magisches. Zur Magie gleich mehr. 😉

Dadurch das wir viele solche Dinge haben die an den Autopiloten delegiert werden, ist es schwieriger etwas bewusst wahrzunehmen. Du musst dich fast schon wieder anstrengen etwas bewusst wahrzunehmen bevor es beim Autopiloten als ToDo landet. 

Ja das ist so einfach gesagt. Wie funktioniert das jetzt genau. Kommt es dir auch so vor als würde die Zeit im Alter immer schneller vergehen? Das war doch früher nicht so? Das liegt daran das, als du klein warst/ jung warst alles noch neu war für dein Gehirn. Sprich das Gehirn hat bei jeder neuen Erfahrung, bei jedem Erlebnis welches neu, war oder eben noch nicht so oft vorkam ein, nennen wir es mal, Kreuzchen gesetzt. Wie auf einem weißen Blatt Papier wo dein Gehirn mit einem Stift immer ein Kreuz macht wenn es etwas als neu empfindet. Wenn nichts Wichtiges oder eben neues passiert bleibt die Linie einfach gerade weil das Gehirn nichts neues zu verzeichnen hat. Alltag eben. Belanglos. Nicht wichtig genug um dafür ein *Kreuzchen* zu setzen; denkt das Gehirn.

Hingegen die Linie mit den Kreuzen ist das was euer Gehirn macht wenn es gefordert wird und es eben immer etwas neues zu speichern gibt. Als Kind ist alles neu und spannend. Von daher werden viele Kreuze gesetzt und die Zeit scheint immer wahnsinnig langsam zu verstreichen. Noch 100 Millionen Tage bis Weihnachten. Das denkt man  ja als Kind. Die Zeit fühlt sich anders an. Wenn du die Linien mit dem Finger abfährst dann brauchst du länger bei der mit den Kreuzchen. Gefühlt ist da mehr Zeit vergangen.  

Und das ist der Grund warum dir die Zeit früher so vorkam als würde sie langsamer vergehen. Wie änderst du das? Wie füllst du dein Leben mit mehr Kreuzchen um mehr Zeit zu haben bis du dann das gefunden hast was dich zufrieden macht? Das wofür du brennst und was deinem Leben  einen Sinn gibt. Die Zeit bis dahin sollte ja auch irgendwie Spaß machen und Qualität haben. Wie machst du das? Du lebst bis dahin einfach bewusst. Schon wieder so eine abgedroschene Phrase. Ja bewusst leben ist angesagt und von daher in aller Munde. Du kannst es schon, garnicht mehr hören, ich weiß. 

Weißt du noch als Kind, wie du von allem fasziniert warst und begeistert. Ob das die Ameisen waren die da im Garten rumgelaufen sind oder die Seifenblasen die wie Magie durch pusten entstanden sind. Das ist für uns Erwachsene schwer wieder herbeizuführen da unser Gehirn das jetzt ja schon kennt. „Ja Seifenblasen, und jetzt? Du musst Rechnungen bezahlen! Und die Fenster hast du auch schon lange nicht mehr geputzt!“ Naja du kennst das….  

Zurück zum bewusst leben. Das ist einfacher für uns Erwachsene. Es ist übertrieben einfach wenn man bedenkt das du garnichts tun musst außer jeden Tag etwas bewusst wahrzunehmen. Das kannst du schnell in deinen Alltag einbauen. Nebenbei stärkst du dadurch auch noch dein Gehirn, positives Denken zu trainieren. Es muss, wenn das positive Denken bei dir noch nicht so ausgeprägt ist, nämlich zunächst neue Synapsen erschaffen. Eine neue Autobahn bauen sozusagen. Der Ausbau dauert aber etwas. So, zurück zu unserer Dankbarkeit mit der du dir das bewusste wahrnehmen etwas leichter aneignen kannst. Wenn du eine warme Jacke hast, du dich eingepackt hast und auf Arbeit gehst dann bedanke dich in Gedanken bei der Jacke das sie dich warm hält. Nicht jeder hat so eine warme Jacke. Aber das weißt du. Tatsächlich wahrnehmen musst du es wenn du morgens aus dem Haus gehst. Wenn du eine Wohnung hast in die es nicht reinregnet. Kein Ungeziefer rumläuft und du es im Winter warm hast ist das schon sehr viel wert. Dafür darfst du durchaus dankbar sein. Wenn dir das komisch vorkommt mit Dingen zu sprechen dann konzentrier dich auf Menschen. Auf liebe Menschen in deinem Umfeld. Wenn dir da jetzt auf Anhieb keiner einfällt dann lass dir was anderes einfallen. Zum Beispiel: Freu dich das du in deiner Wohnung/ im Haus ein Badezimmer hast. Eine Toilette die du wahrscheinlich auch noch abschließen kannst. Früher, und ich kenne das auch noch, war es noch normal für das gesamte Haus/ für das jeweilige Stockwerk ein Plumpsklo zu haben. Noch ein bisschen weiter zurück mussten die Leute noch raus auf den Hof/ in den Kuhstall auf Toilette. Also wenn du das nächste mal ins Bad läufst freu dich! Keine dicke Jacke die du anziehen musst und erst mal quer über den Hof laufen um dann in eine Bretterbude zu gehen, und das nur um zu pinkeln. 

Es gibt immer irgendwas was dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte. Und das macht den Unterschied. Diese Gedanken lassen dich alles gleich ein bisschen anders sehen. Wenn du es dir zur Gewohnheit machst jeden Tag 1-3 Dinge zu finden worüber du dankbar bist wird sich dein Leben ziemlich bald zum positiven wenden. Du wirst gefühlt mehr Zeit haben da du wieder anfängst mehr Kreuzchen zu setzen. 

Ich möchte den Blogbeitrag nicht noch mehr überladen. Es sind jetzt schon 1266 Wörter. Von daher gibt es bald wieder etwas neues von mir zum Thema „Zufriedenheit, der Sinn deines Lebens, Geld und warum wir uns so schwer damit tun usw…“  

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